Das Video zeigt den Kakerlaken-inspirierten Roboter der Forscher. Credit: Courtesy of PolyPEDAL Lab, UC Berkeley
Allein die Vorstellung verpasst vielen Menschen eine Gänsehaut: Man schaltet nachts das Licht in der Küche an und die Schaben flitzen in ihre Ritzen. Die Vergleichsweise großen Insekten zwängen sich dabei in Öffnungen, die eigentlich unmöglich winzig erscheinen. Doch nicht nur das: Sie können sich auch im gequetschten Zustand in einem extrem engen Spalt weiter fortbewegen. Wie das der amerikanischen Küchenschabe (Periplaneta americana) gelingt, haben Kaushik Jayaram und Robert Full von der University of California in Berkeley nun durch Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und weitere Analysen präzise dokumentiert.
Wenn Schaben in Ritzen flitzen…
Es zeigte sich: Durch ihr mit Gelenken versehenes und flexibles Außenskelett ist es den Insekten möglich, in engen Spalten ihre Körperhöhe bis auf die Hälfte zu reduzieren. In diesem gequetschten Zustand sind sie dann immer noch in der Lage, sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Körperlängen pro Sekunde in einem engen Schacht fortzubewegen, zeigten die Untersuchungen. Sie halten dabei einen Druck aus, der dem 300-fachen ihres Körpergewichts entspricht. Im gequetschten Zustand streckt das Insekt seine Beine seitlich aus und nutzt Stacheln an den Schenkeln, um zusätzliche Schubkraft zu gewährleisten, berichten die Forscher.





