Pkw-Klimaanlagen vergrößern den Treibhauseffekt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamts in Berlin. Demnach waren Auto-Klimaanlagen in Deutschland allein im Jahr 2000 für den Ausstoß von rund 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid verantwortlich.
Pkw-Klimaanlagen schaden indirekt der Umwelt, so die Studie: Ihr Betrieb erhöht den Benzinverbrauch und steigert damit die C02-Emissionen. Selbst wenn ein Autobesitzer seine Klimaanlage regelmäßig warten lässt, seien die Emissionen nicht zu vermeiden.
Wie die Untersuchung ergab, gelangen zudem aus jeder Autoklimaanlage jährlich durchschnittlich 8,2 Prozent des eingesetzten Kältemittels Tetrafluorethan (R 134 a) direkt in die Atmosphäre. Tetrafluorethan, ein teilfluorierter Kohlenwasserstoff und Treibhausgas, ersetzt in Pkw-Klimaanlagen seit sieben Jahren das ozonschädliche Kältemittel R 12. Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) wurden 1997 in das Kyoto-Protokoll der kritischen Treibhausgase aufgenommen, die es zu reduzieren gilt. Das beauftragte Frankfurter Büro Öko-Recherche hatte Nachweisblätter über das Absaugen und Befüllen von Klimaanlagen in Kfz-Betrieben statistisch untersucht.
Derzeit besitzen rund ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Pkw eine Klimaanlage. 87 Prozent der neu zugelassenen deutschen Automarken werden inzwischen damit ausgerüstet. “Autofahrer sollten überlegen, ob im Interesse der Umwelt und ihres eigenen Geldbeutels eine Klimaanlage wirklich erforderlich ist”, sagt Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamts.
Almut Bruschke-Reimer





