Da diese Galaxie noch so jung ist, hatten die Forscher eigentlich erwartet, sie müsse auch dementsprechend klein sein. Bislang waren Astronomen der Meinung, in Galaxien, die bereits in dieser Anfangszeit des Universums gebildet wurden, waren nur wenige Sterne vorhanden. Erst durch die Verschmelzung von kleineren Galaxien hätten sich stückweise massereichere Galaxien gebildet. Bei der nun beobachteten Galaxie ging die Entwicklung jedoch sehr viel schneller vonstatten. Da in der Galaxie keine Sterne mehr gebildet werden, müsse es bei ihrer Entstehung eine regelrechte Explosion von Sterngeburten gegeben haben, erklären die Wissenschaftler.
Wie weit die Galaxie tatsächlich entfernt ist, können die Astronomen noch nicht ganz sicher sagen. Ihre Schätzung beruht auf einer Kombination von Informationen des Weltraumteleskops Hubble, des Spitzer Space Telescope und des Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte. Mithilfe dieser Daten können die Astronomen abschätzen, wie weit die Galaxie entfernt ist, wie alt sie ist und wie viele Sterne sie enthält.




