In ersten Tests habe sich der Prototyp als zuverlässig erwiesen, berichten die Entwickler um Tadayoshi Shioyama. Die Ungenauigkeit bei der Entfernungsmessung lag bei fünf Prozent – weniger als eine Schrittlänge, so die Techniker.
Japanische Ingenieure haben ein Gerät entwickelt, das Blinden anzeigt, ob die Ampel am Fußgängerüberweg auf rot oder auf grün steht und wie weit die andere Straßenseite entfernt ist. Über die Entwicklung berichtet das Fachmagazin “Measurement Science and Technology” (Nr. 13, S. 1450).
Der “elektronische Blindenstock” enthält eine kleine Kamera, die das Muster des Zebrastreifens aufnimmt. Ein Computer berechnet aus diesem perspektivischen Bild die Entfernung der anderen Straßenseite. Dank dieses Tricks benötigen die Entwickler vom Institut für Technologie in Kyoto keine zweite Kamera, wie sie sonst für ein räumliches Bild erforderlich wäre. Aus den Aufnahmen erkennt der Computer zudem, ob die Ampel auf rot oder grün steht, selbst wenn das Gerät in Bewegung ist.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





