Dass die reichen und entwickelten Staaten bei der Internet- und Computernutzung grundsätzlich vor den ärmeren Ländern liegen, klingt plausibel – stimmt aber nicht. Das besagt eine Studie von US-Wissenschaftlern der University of Massachusetts in Dartmouth. Das Team um D. Steven White hatte 172 Staaten anhand von drei Parametern untersucht: Zahl der Computer pro 100 Einwohner, Zahl der Internetnutzer pro 100 Einwohner und die zur Verfügung stehende Bandbreite für den Internet-Zugang pro Person. Die Ergebnisse wurden in vier Gruppen aufgeteilt.
Erwartungsgemäß befanden sich die entwickelten Länder in der ersten Gruppe, wobei Dänemark der Spitzenreiter war. Deutschland und Österreich lagen immerhin in der oberen Hälfte. In dieser Gruppe waren aber auch Jamaika, Estland, Barbados, Chile und Lettland – noch vor den USA. Auch in der zweiten Gruppe ergab die Untersuchung Erstaunliches: Rumänien, Belize und Kolumbien rangierten weit vor Russland, China und Brasilien. Die meisten afrikanischen Länder bildeten erwartungsgemäß die Schlusslichter in der vierten Gruppe.





