bdw:Panasonic hat sich im Wettstreit der unterschiedlichen DVD-Systeme für DVD-RAM entschieden. Welchen Vorteil bietet die Technologie?
van Bouwel: Vor allem eine sehr große Datensicherheit. Die DVD-RAM arbeitet fast wie eine Computer-Festplatte. Das Laufwerk prüft jeden Speichersektor beim Bespielen doppelt. Findet es einen Fehler oder eine Beschädigung, wird die Information in einen intakten Sektor kopiert.
bdw: Ihre Konkurrenten sagen, DVD-RAM sei geeignet für PC-Anwendungen, aber nicht für normale Filmaufzeichnungen. Dennoch verkauft Panasonic seit Juni einen DVD-RAM-Videorecorder in Japan.
van Bouwel: Die Fernseh- und die Computerwelt nähern sich doch immer mehr an. Wer zum Beispiel einen Videofilm aufgenommen hat, will ihn möglicherweise am PC bearbeiten und schneiden. All das geht mit der DVD-RAM. Deshalb glauben wir, daß sie die perfekte Brücke zwischen beiden Medien ist. Dagegen steckt hinter DVD-RW und DVD+RW eher das veraltete Konzept des jetzigen Videorecorders.
bdw: Mit diesem Wettbewerb der DVD-Systeme riskieren Sie, am Ende zu den Verlierern zu gehören.
van Bouwel: Ich bin mir nicht sicher, ob wirklich nur ein einziges System übrigbleiben wird. Das DVD-Forum hat ja kürzlich eine Initiative für ein sogenanntes „DVD Multi” verabschiedet. Künftige Videorecorder werden möglicherweise mehrere DVD-Technologien beherrschen. bdw: Potentielle Kunden sollten also besser auf die kommende Gerätegeneration warten?
van Bouwel: Das ist der Grund, warum wir mit der Markteinführung von DVD-RAM-Videorecordern in Europa noch warten.
Johan van Bouwel





