Intelligente Ziegelsteine sollen künftig den Zustand von Gebäuden überwachen und damit im Extremfall Leben retten. Ausgestattet mit einer drahtlos arbeitenden Sensoreinheit messen sie Temperatur, Vibrationen und Bewegung des Gebäudes. Über ihre Neuentwicklung berichten Wissenschaftler der Universität von Illinois in Urbana-Champaign.
Die Sensoren können etwa Kindergärten oder Seniorenwohnheime überwachen und Rettungsmannschaften entscheidende Informationen über den Zustand eines Gebäudes liefern. Feuerwehrleute können sich beispielsweise erst von der Stabilität eines erdbebengeschädigten Gebäudes überzeugen, bevor sie hineingehen.
Der Ziegelstein ist allerdings nur ein Anwendungsbeispiel für den Einsatz der kombinierten Sensorik. Die kompakte Einheit lässt sich auch in Betonblöcken, beschichteten Trägern, Baustahl oder andere Baumaterialien einbetten. Sensoren auf flexiblen Trägermaterialien könnten beispielsweise an Eisenstreben in Betondecken befestigt werden und deren Belastung überwachen.
Bisher verwendeten die Forscher Standardmaterialien für die in den Ziegelstein integrierte Technik . In einer weiteren Entwicklungsphase wollen sie das Sensorpaket noch weiter verkleinern. Am Ende soll alles auf einem Chip untergebracht sein, der dann auf einem robusten Plastikuntersatz statt auf brüchigem Silizium befestigt wird.
ddp/bdw ? Christine Harbig





