Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung von praxistauglichen holographischen Speichern. Diese dokumentieren Fotos, Filme oder Musik mittels Laserlicht, das die Daten als dreidimensionales Muster in ein Material prägt. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen zweidimensionalen Speichermedien: Per Holographie lassen sich viel mehr Informationen auf einen Speicher gleicher Größe packen.
Forschern des US-amerikanischen Technologiekonzerns General Electric (GE) ist es nun gelungen, einen Werkstoff so zu präparieren, dass man Daten damit holographisch genauso schnell aufzeichnen kann wie mit einer Blu-ray Disc. Auf einem solchen Speicher im Format einer herkömmlichen DVD lassen sich rund 500 Gigabyte unterbringen – 20 Mal so viel wie auf einer einfach beschichteten Blu-ray Disc und ähnlich viel wie auf der Festplatte eines tragbaren Computers. Die große Kapazität basiert auf der dreidimensionalen Speicherung: Die Bits werden nicht nur in einer dünnen Materialschicht deponiert, sondern über das ganze Volumen des Speichermediums verteilt.
Als Anwendung für Holo-Speicher haben die GE-Entwickler sowohl digitale Archive im Visier als auch unterhaltungselektronische Geräte. Solche Geräte mit integrierten holographischen Speichern sollen künftig genauso einfach zu bedienen sein wie bisherige CD- oder DVD- Laufwerke, und sie sollen diese Speichermedien auch lesen können.





