Wer in seiner Wohnung herkömmliche Glühbirnen gegen Energiesparlampen ausgetauscht hat, kennt das Problem: Beim Anknipsen des Lichts hat man das Gefühl, dass es im Zimmer nicht mehr so hell ist wie früher. Das Gefühl trügt nicht, beweist jetzt eine Studie der australischen University of New South Wales in Sydney. Die Wissenschaftler um Stephen Dain hatten 33 Energiesparlampen getestet, die der Helligkeit einer Glühbirne mit 75 Watt entsprechen sollten. Ihr Urteil fiel vernichtend aus. „Wir haben herausgefunden”, erklärt Dain, „dass zwei Drittel der Energiesparlampen viel zu dunkel waren. Einige gaben nicht mehr Licht ab als eine Glühbirne mit 60 Watt – und zwar unabhängig davon, ob die Lampen teuer oder billiger waren.”
Für deutsche Experten kommt dieses Ergebnis nicht unerwartet. „ Bei uns wäre eine entsprechende Studie wohl ähnlich ausgefallen”, sagt Karsten Köth. Er ist Leiter des Licht- und Strahlungslabors am Fachgebiet Lichttechnik der Technischen Universität Berlin. Das Problem ist laut Köth, dass die Äquivalenzwerte von Energiesparlampen und Glühbirnen nicht richtig kontrolliert werden. „Theoretisch gibt es in der EU Richtlinien, wie Messungen erfolgen müssen. In Deutschland ist die Kontrolle aber zur Ländersache erklärt worden, und die Zuständigkeit liegt zum Teil bei Eichämtern, die keine Lichtmesskompetenz besitzen”, bemängelt Köth.





