Die Astronomen um Eikenberry machten bereits verschiedene Untersuchungen, um die unglaubliche Masse und Helligkeit des Sterns einzuschätzen. Sie schärften die Infrarotaufnahmen, bestimmten die exakte Entfernung von LBV 1806-20 zur Erde, dessen Temperatur und wie stark der Staub zwischen der Erde und dem Stern das Licht abfängt. Die Wissenschaftler halten den Riesenstern nach diesen Analysen für den hellsten Stern, der je entdeckt wurde.
Ganz sicher können sie sich allerdings noch nicht sein. Auf diese große Entfernung ist es schwer zu sagen, ob es sich tatsächlich um einen einzelnen oder mehrere Himmelskörper handelt. Eine einfache Anhäufung von Sternen geringerer Masse können sie zwar bereits ausschließen. Allerdings wäre es denkbar, dass LBV 1806-20 aus einer Ansammlung weniger, dicht umeinander kreisender Sterne besteht. Daher sind noch weitere Untersuchungen nötig.
LBV 1806-20 ist mindestens so hell wie der bisherige Rekordhalter, der Pistolenstern. Während dieser fünf bis sechs Millionen mal heller als unsere Sonne ist, könnte sein Konkurrent rund vierzig Millionen mal heller strahlen. Der helle Gigant könnte mindestens 150mal größer sein als unsere Sonne und ist möglicherweise erst zwei Millionen Jahre alt, schätzen die Forscher.




