Am häufigsten kam es zu Kollisionen, während die Handynutzer am Sprechen waren, und seltener beim Wählen einer Nummer, Entgegennehmen eines Anrufs oder beim Aufheben des heruntergefallenen Geräts. Dabei bremsten die telefonierenden Fahrer oft zu spät, überfuhren rote Ampeln, fuhren zu schnell oder dem Vorderen zu nahe auf, fanden die Forscher.
Autofahren, die am Steuer telefonieren, sind doppelt so häufig in Auffahrunfälle verwickelt wie nicht telefonierende Fahrer. Das schreiben amerikanische Wissenschaftler vom Forschungszentrum für Sicherheit der Universität auf Highways in Chapel Hill in einem nun veröffentlichten Bericht.
Das Team um Jane Stutts hatten 650 Autofahrer im US-Bundesstaat North Carolina befragt und 452 Autounfälle analysiert, bei denen Handynutzer beteiligt waren. Insgesamt verursacht das Telefonieren am Steuer alleine in North Carolina 1.500 Autounfälle jährlich ? von insgesamt über 200.000, wie aus einem anderen Bericht des Forschungszentrums hervorgeht. Dieser Anteil der Unfälle wegen Handys am Steuer sei zwar klein, so Stutts. Dennoch seien 1.500 vermeidbare Unfälle einfach zu viel.
ddp/bdw ? Marcel Falk





