Handys lassen sich bald mit einer Kurbel antreiben. Motorola bringt im Dezember dieses Jahres den Aufzieh-Akku “FreeCharge” auf den Markt, der sich durch Kurbeln aufladen und ans Handy anschließen lässt. John Hutchinson, technischer Direktor der Entwicklerfirma “Freeplay” in London, erklärte dem Stuttgarter Nachrichtendienst “wissenschaft.de” am Mittwoch, dass das Gerät als Notfall-Akku gedacht sei. Wenn dem Handybatterie fernab einer Steckdose der Saft ausgehe, müsse man für fünf Gesprächsminuten etwa dreißig Sekunden lang kurbeln.
Rund 150 Mark werde der Aufzieh-Akku in Europa kosten und etwa so groß sein wie eine Streichholzschachtel. Er wird zunächst nur an Motorola-Handys anschließbar sein, sagte Hutchinson. Bereits im zweiten Quartal nächsten Jahres werden jedoch die nötigen Kabel geliefert, damit “FreeCharge” von den allermeisten Handys genutzt werden kann.
Der Aufzieh-Akku funktioniere wie ein Dynamo, der die Drehbewegung direkt in elektrischen Strom umwandle, erklärte der Ingenieur. Die Energie werde dann elektrisch in einer Batterie gespeichert. Aufzieh-Radios, die ebenfalls von FreePlay” hergestellt werden, wird die Energie hingegen in gespannten Federn gespeichert.
“FreeCharge” könne auch als simple Ersatzbatterie verwendet werden, sagte Hutchinson. Die Lithium-Batterie lasse sich über das Stromnetz aufladen und speichere so viel Energie wie ein üblicher Handyakku.
Marcel Falk





