Der Wissenschaftler hat nachgewiesen, dass in den 30er und 40er Jahren die Luftverschmutzung in den Städten am größten war, da dort in dieser Zeit viel Steinkohle verbrannt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem Rückgang der Luftverunreinigung.
Alte Grabsteine eignen sich gut zum Nachweis der Luftverschmutzung in vergangenen Jahrzehnten. Das berichtet der amerikanische Geologe Tom Meierding. Der Wissenschaftler hat in den vergangenen 25 Jahren mehr als 15.000 Grabsteine in über 700 Friedhöfen der USA untersucht.
Meierding bestimmte die Dicke der vertikalen Grabplatten in Bodennähe und die Lesbarkeit der Inschriften. Anhand dieser Messungen beurteilte er den Verfall der Steine in verschiedenen Regionen des Landes. Grabplatten im ländlichen Raum sind besser erhalten als in Friedhöfen von Großstädten wie Philadelphia oder Pittsburgh. Da die Steine mit einem Datum versehen sind, ist der Vergleich der Umweltbedingungen in verschiedenen Jahren möglich.
ddp/bdw – Heike Heinrichs





