Wenn die Versuchspersonen nur die Gesichter aus diesen Bildern zu sehen bekamen, konnten sie folgerichtig kaum korrekt angeben, ob zwei Bilder den gleichen Menschen zeigten oder nicht. Viel mehr Treffer erzielten sie aber, wenn sie die ganzen Bilder sahen – selbst dann, wenn die Gesichter darauf abgedeckt waren. Offensichtlich urteilten die Teilnehmer anhand von Körpermerkmalen. Doch das war ihnen nicht klar. Wenn sie gefragt wurden, worauf sie ihr Urteil hauptsächlich gründeten, antworteten sie: Nase, Gesichtsform, Ohren, Mund, Augenform.
Wenn wir einem Freund zulächeln, der gerade am anderen Ende des Bahnsteigs aus dem Zug steigt, haben wir ihn also wahrscheinlich nicht an seinem Gesicht erkannt, auch wenn wir fest davon überzeugt sein sollten.





