Psychologie einfacher Handgriffe
Geht es um Kognition, Wahrnehmung, Akzeptanz und soziale Interaktion, dann sind Psychologen gefragt. Das gilt auch für Roboter, die intelligent werden und direkt mit Menschen interagieren sollen. „Es ist ein großer Fortschritt, dass Roboter-Ingenieure und Psychologen seit ein paar Jahren eng zusammenarbeiten”, sagt Agnieszka Wykowska. Im polnischen Krakau hat sie Philosophie studiert, der Master für neurokognitive Psychologie und der Doktortitel wurden ihr vom Institut für Experimentelle Psychologie der LMU München verliehen. Dort bereitet sie sich auf die Habilitation vor. Mit Gründung von CoTeSys begann sie sich für die Mensch-Roboter-Interaktion zu interessieren – und dafür, wie Ingenieure versuchen, intelligente Roboter zu bauen, die auf Modellsystemen für kognitive Prozesse basieren.
Alltägliche Handlungen zerpflückt Agnieszka Wykowska in einzelne Phasen und analysiert diese. „Eine Tasse zu greifen und an einem anderen Ort abzustellen, ist ein enorm komplizierter Prozess. Man bedenke, wie lange ein Kleinkind benötigt, das zu lernen”, sagt sie. „Und nun sollen das auch Roboter begreifen.” Langfristig will sie verstehen, wie Handlungsziele erreicht werden und wie Wahrnehmung und Handlung verknüpft sind. Dafür ist viel Kreativität von ihr gefordert, nicht zuletzt im Lehrbetrieb an der Universität: „Lehre ist der beste Weg, die kompliziertesten Sachverhalte zu verstehen”, meint sie.





