An Zebrastreifen werden besonders viele ältere Fußgänger von Autos verletzt. Für sie ist es sicherer, die Straße an einer Fußgängerampel zu überqueren, berichten Thomas Koepsell von der Universität von Washington und seine Kollegen im Journal of the American Medical Association (Ausgabe vom 6. November).
Die Forscher hatten von den Verkehrsbehörden sechs amerikanischer Städte die Daten über Unfälle der letzten vier Jahre erhalten. Sie untersuchten nahezu 300 Unfälle, bei denen ein midestens 65 Jahre alter Fußgänger beim Überqueren einer Kreuzung angefahren worden war.
Ältere Menschen werden fast viermal häufiger verletzt, wenn sie die Straße an einem Zebrastreifen und nicht an einer Fußgängerampel überqueren, ergab die Studie. Sie sind vermutlich deshalb besonders gefährdet, da sie länger brauchen, um auf die andere Straßenseite zu gelangen, sagen die Wissenschaftler. Der Zebrastreifen wiege die Passanten zudem in falscher Sicherheit – Autofahrer halten eben nicht immer an. Hinzu komme, so Koepsell, dass Senioren häufig nicht in der Lage sind, sich mit einem Sprung an den sicheren Straßenrand zu retten.
Koepsell und seine Kollegen hoffen, dass Verkehrsplaner die Ergebnisse in die Planung neuer Fußgängerüberwege einbeziehen.
Heidi Scharvogel





