Bei 26 der insgesamt 61 Geräte beobachteten die Forscher Störungen durch die Handysignale. Ein Drittel dieser Störungen waren gravierend, etwa vierzig Prozent deutlich zu bemerken und in etwa einem Viertel der Fälle waren die Beeinträchtigungen nur gering. GPRS-Signale erwiesen sich dabei häufiger als störend als die mit geringerer Sendeleistung ausgesandten UMTS-Signale. Die Beeinträchtigungen traten bei Abständen von durchschnittlich drei Zentimetern auf ? nur in einem Fall beobachteten die Forscher bei einem Abstand von mehr als einem Meter eine Störung.
Beschränkungen und Verbote von Handytelefonaten, die Krankenhausverwaltungen Patienten, Besuchern und Mitarbeitern auferlegen, seien daher grundsätzlich gerechtfertigt, folgern Lieshout und seine Kollegen aus ihren Ergebnissen. Sie sprechen sich jedoch für kein grundsätzliches Verbot aus, sondern für einen Mindestabstand zu medizinischen Geräten von einem Meter. Diese Ein-Meter-Regel sollte mit Zonen kombiniert werden, in denen Handys frei benutzt werden können.
Das in vielen Kliniken geltende Verbot von Handys ist immer wieder Gegenstand kontroverser Diskussionen und wissenschaftlicher Untersuchungen. Erst im März dieses Jahres hatten amerikanische Forscher eine Studie vorgelegt, die den Einfluss von Handys in Alltagssituationen im Krankenhaus untersuchte. Bei den in der Nähe von medizinischen Geräten geführten Telefonaten konnten die Forscher keine Beeinträchtigungen feststellen.





