In diesem Plasma breiteten sich nach dem Abklingen des Laserblitzes elektrische Wellen mit Feldstärken von bis zu 100 Gigaelektronenvolt pro Meter aus. Die Elektronen des Plasmas wurden in diesen Feldern in extrem kurzer Zeit fast auf die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum beschleunigt. Forscher untersuchen daher schon seit längerem, ob sich derartige Plasmawellen zur Herstellung einer neuen Klasse von Teilchenbeschleunigern eignen könnten.
Dem amerikanischen Forscherteam ist es nun zum ersten Mal gelungen, die Plasmawellen direkt räumlich abzubilden. Dazu schossen die Wissenschaftler zwei weitere, viel schwächere Laserblitze zusammen mit dem starken Blitz in das Heliumgas hinein. Diese Blitze wurden durch die Plasmaschwingungen gestreut und mit einem Spektrographen aufgefangen. Mithilfe eines komplexen dreidimensionalen Interferenzverfahrens konnten dann Bilder der Wellenfronten der Plasmawellen erzeugt werden.
Die Forscher konnten auf diese Weise bestätigen, dass sich ihre Wellen tatsächlich fast mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiteten. Sie hoffen, dass ihre “Kamera” in der Plasmaphysik vielfachen Einsatz finden wird.




