von HARTMUT NETZ
Noch gilt in der Baubranche die Maxime: Jedes Haus ist ein Unikat. Bis heute werden fast alle Gebäude in Manufakturbauweise errichtet. Auf der Baustelle dominiert Handarbeit, getreu dem Prinzip: Ein Mann, ein Hammer. Doch das ändert sich gerade. Standardisierung und Digitalisierung stellen die Bauwirtschaft auf den Kopf. Die Holzbaubranche macht bereits seit geraumer Zeit vor, wie sich Häuser von der Stange produzieren lassen. Bei der Weiterentwicklung, dem modularen Bauen, laufen ganze Wohnsegmente vom Band. Geplant werden Gebäude künftig anhand virtueller 3D-Modelle in der Cloud. Der Baustellenbetrieb reduziert sich dagegen auf das Zusammenfügen vorgefertigter Elemente und haustechnische Restarbeiten. Bauen wandelt sich zum durchindustrialisierten Prozess.





