von ULRICH EBERL
Wenn von Holzhäusern die Rede ist, haben viele bestimmte Bilder vor Augen: Almhütten oder bunte skandinavische Blockhäuser, herrschaftliche Plantagen-Anwesen im US-amerikanischen Süden oder die jahrhundertealten Fachwerkhäuser an Deutschlands romantischen Straßen. Ungewohnt sind hingegen die Bauten, die naturbewussten Architekten heute ein Leuchten in die Augen zaubern: Holzhybrid-Hochhäuser. Eines der ersten steht seit drei Jahren in der Seestadt Aspern, einem Stadtteil von Wien: das 84 Meter hohe „HoHo“. Es umfasst 24 Stockwerke mit Hotel, Restaurants, Wohnungen und Büroflächen. 3600 Kubikmeter Holz, meist von Fichten aus Österreichs Wäldern, wurden hier verbaut – über dem Erdgeschoss, wo noch viel Beton nötig war, liegt der Holzanteil bei 75 Prozent.





