Die Temperaturen sinken, das Herz von Ski- und Snowboardfahrern schlägt höher. Das Entwicklerteam des Straubinger Herstellers von Wintersportartikeln Völkl hat dieser Zeit entgegengefiebert. Denn mit der diesjährigen Skisaison steht das erste Mal eine neue Skikollektion mit der „Power-Switch” -Technologie des Unternehmens in den Sportgeschäften – und die soll das Abfahrtsvergnügen revolutionieren. Dahinter steht eine Innovation, die sich im Heck des Skis versteckt: Dort haben die Ingenieure aus Niederbayern einen Drehschalter integriert, der die Wahl zwischen drei verschiedenen Einstellungen ermöglicht: „ Cruise”, „Dynamic” oder „Power”.
Beim Drehen werden zwei in den Skiern integrierte und extrem stabile Kohlefaserstäbe entweder gespannt oder gelockert. Dadurch verändern sich Härte und Flexibilität der Skier – und damit auch ihre Fahreigenschaften. Was recht simpel klingt, ließ sich erst in enger Zusammenarbeit von Forschern verschiedener Universitäten, Rennteams und Experten aus der Elektro- und Automobilindustrie realisieren. Ziel war es, dem Ski ein mechanisches Innenleben zu geben, das ähnlich wie die Gangschaltung in einem Auto funktioniert. Beim Vorgängermodell der neuen Völkl-Bretter „Tigershark” war bereits ein Ein-/Aus-Schalter eingebaut, der zwei unterschiedlich straffe Einstellungen für das Gleiten über den Schnee erlaubte. Doch erst mit der neuen Power-Switch-Technologie schafften es die Völkl-Ingenieure, drei leicht verstellbare Schaltstufen direkt in den Ski zu integrieren.
Zwischen den drei „Gängen” lässt sich ohne Werkzeug umschalten – je nach Beschaffenheit der Piste, persönlicher Vorliebe und körperlicher Verfassung. So kann man vor dem Start entscheiden, ob man mit der Cruise-Einstellung auf weichem Schnee entspannt die Piste hinabgleiten will, mit der Dynamic-Stufe auf wechselnden Pisten mit hoher Elastizität fahren möchte oder den Power-Gang für eisige Pisten einlegt, der kraftvolle Skischwünge und eine besonders hohe Geschwindigkeit ermöglicht. Preis: etwa 1000 Euro. Informationen: www.voelkl.de Sandra Murr
Das private Druckhaus
Ob es um die Einladung zum 60. Geburtstag, einen Flyer als Reklame für den neu eröffneten Laden, eine Firmenpräsentation oder die Gestaltung der eigenen Homepage geht – viele Menschen stehen gelegentlich vor der Herausforderung, eine Publikation erstellen zu müssen. „Serif PagePlus X3 Publisher Professional” bietet die Möglichkeit, diese Herausforderung mit ähnlichen Werkzeugen zu meistern, wie sie Profis benutzen. Eine Vielzahl an Funktionen erlaubt es zum Beispiel, Grafiken oder Logos zu erstellen, Bilder einzufügen und zu bearbeiten sowie Texte zu formatieren – und schließlich alles zu einem ansprechenden Layout zusammenzufügen. Mithilfe von Spezialeffekten kann man die Broschüre, das pdf-Dokument oder die Webseite zum Blickfang machen – etwa durch das Erzeugen von Oberflächenstrukturen, die wie Holz, Haut oder Marmor aussehen, eine realistische künstliche Beleuchtung oder eine 3D-Perspektive. Das Resultat lässt sich direkt am PC oder an einer professionelle Druckmaschine ausdrucken. Zum Gestalten einer Homepage wandelt die Software den erstellten Entwurf automatisch in eine HTML-Datei um.
Sicherheit beim Surfen
Im Internet lauern diverse Gefahren für unbedachte Nutzer: Über Phishing-Seiten versuchen Hacker, Passwörter oder Kontozugangsdaten auszuspionieren. Und etliche heruntergeladenen Dateien enthalten Viren oder andere Schädlinge, die sich auf dem PC einnisten sollen. „Zonealarm Forcefiled” bietet einen umfassenden Schutz gegen solche digitalen Biester. Er beruht auf einer „Virtualisierungstechnologie”: Das Programm erstellt zum Surfen eine Kopie der dazu nötigen Dateien und Einstellungen. Schädlinge, die aus dem Web auf den PC gelangen, landen in diesem virtuellen Bereich. Nach dem Trip ins Internet wird er mitsamt den eingefangenen Unheilstiftern gelöscht. Software, die man selbst angefordert hat, bleibt dagegen erhalten.
So geht KEINER verloren
Viele Eltern möchten immer wissen, wo ihre Kinder sind. Etliche Senioren haben Orientierungsschwierigkeiten und verlaufen sich. Und mancher Hundebesitzer hat Probleme mit dem Freiheitsdrang seines Vierbeiners. Eine Lösung für alle bietet der „Lighttower Secur-Ring” von Catcorner. Das Gerät, das aussieht wie eine etwas zu dick geratene Armbanduhr, lässt sich am Handgelenk, am Fahrrad oder am Halsband eines Haustiers befestigen. Per GPS bestimmt es auf etwa zehn Meter genau den aktuellen Aufenthaltsort, der sich per Funk oder SMS abrufen lässt. Bei Gefahr kann ein Kind, ein älterer Mensch oder ein verunglückter Bergsteiger einen Notruf auslösen. Auch für Sportler ist der Secur-Ring hilfreich: Er kann Schrittzahl und Herzfrequenz ermitteln und anzeigen. Preis: rund 250 Euro. Infos: www.zweizwei.biz
Bauch rein, Brust raus
Eine aufrechte Körperhaltung signalisiert Selbstbewusstsein. Den Rücken stärken soll jetzt ein neuer Mikrochip namens „ iPosture”. Entwickelt hat den elektronischen Coach ein ameri- kanischer Neurologe und Physiologe, der ihn nun in einem eigenen Unternehmen vermarktet. Der 2,5 Zentimeter große Chip lässt sich bequem an einer Kette tragen, mit speziellen Klebestreifen auf der Haut befestigen oder am BH festklemmen. Um ihn zu eichen, stellt man sich aufrecht hin, befestigt den Chip und schaltet ihn per Knopfdruck ein. iPosture vermisst und speichert dann die Körperhaltung. Wenn sie erschlafft, macht der elektronische Aufpasser seinen Träger durch leichtes Vibrieren auf den Lapsus aufmerksam. Welche Haltung man bewahren will, kann man über einen Regler jederzeit verändern oder anpassen. Zum Abschalten des Mikrochips genügt es, ihn auf den Tisch oder auf eine andere waagerechte Oberfläche zu legen. Preis: rund 80 Euro. Infos und Bestellung: www.iposture.com
Funkelnde Webcam
Die meisten Computer und ihre Monitore sind mausgraue Zweckapparate. Wer sie aufpeppen möchte, kann bei Speed-Link ein Exemplar der „Laplace Cam” ordern. Die neue Webkamera glänzt nicht nur durch eine schicke Form und gute technische Werte – sie bringt den Bildschirm auch zum Funkeln. Denn ihr Gehäuse ist rundum mit fast 1400 blinkenden, rund zwei bis drei Millimeter kleinen Kristallen besetzt. Die wahlweise schwarzen oder glasklaren Kristalle werden in Handarbeit auf der Webcam angebracht. Wer ein Exemplar der Edel-Kamera bestellt, muss sich auf bis zu zwei Monate Wartezeit gefasst machen. Schneller geht es bei der Normalversion der Laplace Cam. Auch sie bietet eine Besonderheit: Als erste Webkamera hat sie ein eingebautes Blitzlicht, mit dem man auch bei Dunkelheit Fotos am PC aufnehmen kann. Und eine eingebaute Nachtbeleuchtung macht es möglich, im Dunkeln mit Freunden zu chatten. Preis der Normalversion: rund 50 Euro. Die Kristall-Variante kostet etwa 300 Euro. Infos: www.speed-link.de
Klänge aus dem Leuchtbrett
Mit dem „Tenori-on” hat Yamaha ein ungewöhnliches elektronisches Musikinstrument entwickelt. Das quadratische Gerät ist 650 Gramm schwer, je 20 Zentimeter lang und breit und verfügt über ein Bedienfeld aus 256 Leuchtdioden. Für guten Klang sorgen mehrere Lautsprecher. Töne erzeugt man durch Drücken auf das Bedienfeld. Dabei leuchten die Dioden auf, sodass die Musik von einer Lichtkomposition begleitet wird. Das Tenori-on hat mehrere Anschlüsse, um es etwa mit einem PC zu verbinden. Der Spieler kann wählen zwischen simulierten Klängen traditioneller Instrumente und synthetischen Tönen, die sich in Tempo, Lautstärke und Tonhöhe verändern lassen. Am PC kann man auch neue Töne für das klingende Brett kreieren. Preis: rund 900 Euro. Infos: tenori-on.yamaha-europe.com/germany
Beim TV Dampf ablassen
Mit der Dunstabzugshaube „Imago Plus”, die die Firma Faber demnächst auf den Markt bringen will, soll man beim Kochen weder seine Lieblingskrimiserie noch die aktuellen TV-Nachrichten verpassen. Denn in der Haube stecken ein Multimedia-PC, ein Flachbildschirm und ein USB-Anschluss. Damit kann man am Herd problemlos fernsehen oder Kochrezepte aus dem Web abrufen. Für Extraspaß in der Küche sorgt eine eingebaute Webcam: Damit sind Videotelefonate möglich, während das Schnitzel brutzelt oder das Gemüse schmort. Die kommunikative Abzugshaube ist per Tastatur und Joystick leicht zu bedienen. Die Lautstärke lässt sich weit genug aufdrehen, um selbst bei voller Leistung das Dröhnen des Abzugs zu übertönen. Der Preis steht noch nicht fest. Infos: www.faberspa.com





