Kurz vor der Ostseeinsel Usedom und damit in einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands soll die größte Photovoltaik-Anlage der Bundesrepublik entstehen.
An dem Millionen-Projekt in der Gemeinde Relzow bei Anklam (Landkreis Ostvorpommern) können sich auch private Anleger beteiligen. Für den dazu eingerichteten Fonds “Solarkraftwerk Relzow I” beginne jetzt die Vertriebsphase, teilte die Stephan Schröder Management GmbH Berlin mit. Interessenten müssten eine Mindesteinlage von 5.000 Euro (knapp 10.000 DM) aufbringen, sagte Schröder in Rostock.
Neben dem Kapital von Anlegern stehe für das Vorhaben auch ein Darlehen der Deutschen Ausgleichsbank zur Verfügung. Allein für den ersten Bauabschnitt würden insgesamt knapp 17 Millionen DM benötigt, sagte Schröder. Etwa sieben Millionen DM sollten von privaten Geldgebern eingeworben werden, der Rest komme von der Bank. Der Bau der Anlage mit 37.500 Photovoltaik-Modulen beginne im Juli, die Fertigstellung sei für Ende November 2001 geplant. Die “Sonnenfallen” würden von der Ecotec Solar GmbH Gelsenkirchen geliefert.
Bis Ende 2002 sollen in dem Solarkraftwerk der Superlative insgesamt etwa 125.000 spezielle Photovoltaik-Halbleiterpanele das Sonnenlicht in Elektroenergie umwandeln, bestätigte die Ecotec Solar GmbH. Die Silizium-Solar-Module könnten eine Gesamtleistung von fünf Megawatt erzeugen, sagte ein Sprecher. Eine größere Anlage gebe es derzeit in Deutschland nicht. Mit etwa 1.700 Sonnenstunden pro Jahr biete der Nordosten der Republik die besten Voraussetzungen für das Projekt, das auf einem früheren Armeegelände realisiert werden soll.
dpa





