Fotografie in den Kinderschuhen
Der 19. August 1839 war ein historischer Tag für die Fotografie. Ohne ihn wäre die Medienlandschaft heute nicht das, was sie ist. Es ist der Tag, an dem Joseph Nicéphore Niépce die Dauerreotypie vorstellte. Ein Verfahren, mit dem er Fotos mit einer Camera Obscura festhalten konnte. Dabei wird eine versilberte Kupferplatte, die mit Jod bedampft wurde, 20 Sekunden belichtet. Im Anschluss wird die Platte in einer Dunkelkammer mit Quecksilberdämpfen entwickelt und mit einer Zyankali-Lösung fixiert.
Dabei muss man wohl nicht erwähnen, dass die Sterberate unter den damaligen Fotografen, die diese Technik verwendeten relativ hoch war. Die Fotografie für die Masse sollte wohl noch ein paar Jahre auf sich warten lassen. Daneben entwickelten sich noch andere Fototechniken, wie beispielsweise die Kalotypie, aus dem sich die heutige Fotografie mit Filmen entwickelt hat.
Fotos als Statussymbol
Im Laufe der 1840er Jahre wurde das Fotografieren immer kommerzieller. Diverse Fotostudios eröffneten und die Menschen reisten von nah und fern an, um sich ablichten zu lassen. Wer ein Foto von sich oder seiner Familie schießen ließ, war angesagt. Dementsprechend teuer, waren die Fotos. Im Vergleich zur heutigen Fotografie war das einzelne Bild wertvoll, ein wahres Event und etwas das man in Ehren halten sollte.
Vor allem, wenn man bedenkt, was das Fotografieren selbst für eine Tortur für die Modelle war. Minutenlang mussten sie die Augen offenhalten und mussten in ihren Posen gestützt werden. Allerdings entwickelte sich die Technik rasch weiter. Größere Objektive sowie künstliches Licht machten das Fotografieren leichter für alle Beteiligten.
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Industrialisierung der Fotografie
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen tragbare Kameramodelle auf den Markt, die einen Rollfilm verwendeten. Wer sich eine Kamera leisten konnte, war in der Lage nun überall Fotos zu schießen. Der Preis für ein solches Gerät lag damals bei rund 25 Dollar, was heute mehr als 700 Dollar entsprechen würde. Hinzu kommt noch der Entwicklungsdienst, der pro Rollfilm rund 10 Dollar kostete. Fotografie um die Jahrhundertwende war also eher den Reichen vorbehalten. Gedruckte Fotos waren quasi Gold wert.





