Bodo Wolf vom Nanohärtelabor der TU Dresden kann sich die widersprüchlichen Ergebnisse nur mit feinen Unterschieden in den Messmethoden erklären. Wird beispielsweise mit extrem großen Kräften gemessen, was entsprechend tiefe Dellen ins Material drückt, könne durchaus eine andere Härte herauskommen als bei Messungen mit geringeren Kräften und kleineren Dellen. Wichtig sei auch, wo gemessen wird: Nehme man beispielsweise auf der 1-Euro-Münze einen Punkt auf der französischen Küste der aufgeprägten Europakarte, so sei das Material dort härter als draußen im freien Atlantik. Der Grund: Das Material wird beim Prägen der Münze an den Konturen stärker verformt und ist daher härter.
Letztlich sei es jedoch gleichgültig, ob der Euro nun härter oder weicher ist als die Mark, meint Wolf. Den Belastungen des Alltags wie dem Stoßen und Reiben in Geldbeuteln, Automaten und Ladenkassen seien die neuen Münzen in jedem Fall gewachsen.





