Deutsche und amerikanische Forscher entwickelten kostengünstige Reinigungstechnologien, um die fossilen Brennstoffe Diesel und Kohle zu säubern. Das meldet der Onlinedienst von Nature.
Das Team um Andreas Jess von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen fanden eine Ionenflüßigkeit, die schwefelhaltige Substanzen aus Dieselöl herauslöst. Mit den geschmolzenen Salzen erreiche man bei synthetischem Diesel gar die Zielrichtlinien für 2005, auf die sich mehrere Länder geeinigt haben, sagen die Forscher. Bei “natürlichem” Dieselöl sei die Technik etwas weniger effizient.
Bislang zog man schwefelige Stoffe mit Wasser aus Dieselöl, um Schwefelabgase zu verhindern, die zu Saurem Regen führen. Die Methode sei jedoch weniger effizient und teurer, da sie bei höheren Temperaturen und Drücken durchgeführt werden müsse, als die Reinigung mit der Ionenflüssigkeit, schreiben die Chemiker.
Auf die Dreckschleuder Kohle haben es Forscher vom Brookhaven National Laboratory in Upton abgesehen. Das Team um Mow Lin und Eugene Premuzic entdeckte, das Bakterien der Art “Leptospirillum ferrooxidans” unter extremen Bedingungen Kohlenschlacke “vorverdauen” können. Die Kohlefresser zerstückeln die langkettigen Kohlenstoff-Moleküle in kürzere, die effizienter und sauberer verbrennen. Zudem entfernen sie Schwefel und Schwermetale aus der flüssigen Kohle, fanden die Forscher. Für den Prozess haben sie bereits ein Patent beantragt.
Marcel Falk





