Autofahrer, die am Steuer mit dem Handy telefonieren, bekommen einen “Tunnelblick”. Darauf deutet einer Studie amerikanischer Wissenschaftler hin.
Der Psychologe Jerry Cohen und der Ingenieur Manbir Sodhi von der Universität Rhode Island hatten die Augenbewegungen von Autofahrern beobachtet und dabei festgestellt, dass sich während eines Handygesprächs das Gesichtsfeld des Fahrers einengt. Grund dafür ist die verminderte Aufmerksamkeit für das Geschehen auf der Straße.
Dieser “Tunnelblick” hielt auch nach dem Telefonat noch einige Minuten an ? wohl weil sich der Fahrer gedanklich noch mit dem Gespräch beschäftige, vermuten die Wissenschaftler. Viel weniger als beim Telefonieren nahmen dagegen die Augenbewegungen und damit die Aufmerksamkeit der Fahrer ab, wenn sie am Autoradio einen neuen Sender einstellten.
Ihre Ergebnisse müssten noch durch weitere Studien untermauert werden, so die Forscher. Sie fordern jedoch bereits, auf schwierigen Strecken handyfreie Zonen einzuführen. Ein generelles Verbot des Telefonierens am Steuer sei jedoch unnötig.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





