Für die Herstellung von Ethanol wird etwa 70 Prozent mehr Energie verbraucht, als durch seine Verbrennung gewonnen wird. Daher sei es unökonomisch, Ethanol als Ersatzbrennstoff für Benzin zu nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt David Pimentel von der Cornell University, USA.
Ethanol gehört neben dem Biodiesel (Rapsmethylester) zu den erneuerbaren Treibstoffen, da er aus zucker- oder stärkehaltigen Pflanzen gewonnen wird. Bei seiner Verbrennung entstehen keine Schadstoffe, denn er zerfällt in Wasser und Kohlendioxid. Um fossile Brennstoffe einzusparen, wird Ethanol daher in den USA und besonders in Brasilien dem Benzin zugesetzt.
David Pimentel zeigt in seiner Studie, die in der Septemberausgabe der Encyclopedia of Physical Sciences and Technology erscheinen wird, dass es ökonomisch nicht sinnvoll ist, Ethanol als Ersatzbrennstoff für Benzin zu verwenden. Nach seinen Berechnungen würde es etwa 1,74 amerikanische Dollar kosten, eine Gallone (3,785 liter) Ethanol aus Mais herzustellen. Die Herstellungskosten für Benzin liegen bei nur 95 Cents pro Gallone.
Pimentel hält auch den Maisanbau für die Herstellung von Ethanol für ökologisch bedenklich. Laut seiner Studie führt der Maisanbau zu einer schnellen Bodenerosion und zur Absenkung des Grundwasserspiegels. In einer Beispielrechnung verdeutlicht er, wieviel Mais angebaut werden müsste, um alle Autos in den USA mit Ethanol zu betreiben. Danach müssten 97 Prozent der Landfläche der USA mit Mais bepflanzt werden.
Ralf Möller





