Bei derartigen Zusammenstößen entstehen in der Regel Dutzende exotischer Teilchen. Aufgrund von experimentellen Unsicherheiten kann deren Masse allerdings in der Regel nur sehr ungenau bestimmt werden ? die Masse ist “verschmiert”, wie die Forscher sagen. Umso größer war die Überraschung, als Giorgi ein unbekanntes Teilchen mit einer relativ genau festgelegten Masse von 2.317 Giga-Elektronenvolt fand. Das auf den Namen “Ds (2317)” getaufte Teilchen ist damit mehr als viertausendmal schwerer als ein Elektron.
Die Wissenschaftler spekulieren, dass Ds (2317) aus einem schweren, unter dem Namen “charm” bekannten Quark besteht, das von einem leichteren “anti-strange” Quark umkreist wird. Allerdings könnte es auch aus einem größeren “Quark-Molekül” mit insgesamt vier Quarks bestehen.
Um den genauen Aufbau des neuen Teilchens zu klären, sind daher noch weitere Datenanalysen erforderlich. Die Forscher haben bereits begonnen, die in Datensätzen katalogisierten Zerfallsprodukte älterer Zusammenstöße auf das Vorkommen von Ds (2317) zu untersuchen. Dieses könnte dann als ein interessantes neues Modellsystem zur Untersuchung von Wechselwirkungen zwischen Quarks dienen und zugleich einen Test für herkömmliche Modelle der starken Kernkraft darstellen.




