Nutzer von Mobiltelefonen könnten sich schon bald in einem leisen Flüsterton unterhalten. Dies soll ein von koreanischen Forschern entwickeltes Mikrophon ermöglichen, das die beim Flüstern bestimmter Konsonanten ausgestoßenen explosionsartigen Druckwellen herausfiltert. Das berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Journal of the Acoustical Society of America (Bd. 114, S. 801).
Der von Sungjoon Choi zusammen mit seinen Kollegen der Pohang Universität in Kyungbuk entwickelte Filter besteht aus einer kleinen quadratischen Platte, an deren Ecken Mikrophone angeordnet sind. Die Platte ist zudem mit winzigen Löchern eines Durchmessers von nur jeweils einem Zehntel Millimeter versehen, so dass sie für impulsive Luftdruckwellen durchlässig ist.
Diese Anordnung ermöglicht die genaue Registrierung sehr leise geflüsterter Sprache, da die beim Flüstern bestimmter Konsonanten – etwa ?s?, ?t?, ?p? oder ?b? – ausgestoßenen Stosswellen die Löcherplatte passieren können. Sie werden daher nicht zu den Mikrophonen geleitet, so dass diese nur die gewünschten Lautmuster wahrnehmen.
Chois Mikrophon ist bereits in seiner ersten Version so klein, dass es ohne größere Probleme in ein Mobiltelefon passt. Zur Zeit arbeitet sein Team an einer weiteren Verbesserung der Filterplatte. Dabei wird diese mit kleinen Rillen versehen, so dass Schallwellen zielgenau zu den Mikrophonen der Eckpunkte geleitet werden können.
Stefan Maier