von TIM SCHRÖDER
Verflüssigtes Erdgas war lange das Aschenputtel der Energiebranche: Es galt als zu teuer, technisch zu aufwendig und in seiner Kohlendioxid-Bilanz schlechter als Erdgas, das gasförmig durch Pipelines aus Russland nach Europa strömt. Doch seit das russische Staatsunternehmen Gazprom wegen der Wirtschaftssanktionen die Erdgaslieferungen nach Belieben drosselt, gilt das nicht mehr. Mehr als die Hälfte seines Gasverbrauchs deckt Deutschland bislang mit Gas aus Russland. Für den Fall, dass die Hähne dort ganz zugedreht werden, wird das Erdgas in den kommenden Wintern nicht mehr ausreichen, um Haushalte und Industrie in Deutschland und etlichen seiner Nachbarländer zu versorgen.





