Eine fliegende Rettungsinsel soll Menschen aus brennenden Wolkenkratzern retten. Die vom israelischen Luftfahringenieur David Metreveli entworfene Plattform wird durch vier Propeller in der Luft gehalten und kann dort eingesetzt werden, wo Hubschrauber und Leitern nicht hinkommen, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist .
Die Drehleitern der Feuerwehren reichen meist nur bis zum achten Stockwerk. Bei höheren Gebäuden werden aus Hubschraubern Gondeln abgelassen, die jedoch stark ins Pendeln geraten können. Bei Wolkenkratzern können daher die mittleren Stockwerke häufig von den Rettungskräften nicht erreicht werden. Die von Metreveli entwickelte Rettungsinsel soll diese Sicherheitslücke schließen.
Die Plattform besteht aus einem Rumpf aus Karbonfasermaterial, den ein Puffer aus hitzefestem Gummi vor Stößen beim Andocken an Hauswände oder Fenster schützt. Zwei Turbomotoren treiben die vier Propeller an, über die sich die fliegende Insel in alle Richtungen manöverieren lässt. Zum Schutz vor Rauch und herabfallenden Trümmern sitzt der Pilot in einer schlagfesten Glaskabine. Die Plattform kann bis zu zehn Menschen aufnehmen und soll laut Metreveli wendiger sein als ein Hubschrauber.
Derzeit arbeitet der Ingenieur in seinem Firma “DM Aerosafe Group” an einem Modell der Plattform im Maßstab eins zu zehn. Ein größerer Prototyp soll folgen. Wann die Rettungsinsel einmal auf den Markt kommen soll, darüber macht Metreveli noch keine Angaben.
Ulrich Dewald





