Die folgenden Bearbeitungen sind üblich und sollen in aller Kürze vorgestellt werden.
Geschliffene Glaskanten
Ungeschliffene Glaskanten sind scharf. Deshalb kommen sie nur da zum Einsatz, wo keine Verletzungsgefahr besteht. In allen anderen Einfällen ist Schleifen und Polieren zwingend erforderlich. Folgende Ausführungen von Glaskanten sind nach DIN 1249-11 möglich:
Lochbohrungen, Sack- und Senkbohrungen
Lochbohrungen sind im konstruktiven Glasbau häufig zu finden. Die punktförmige Aufhängung beansprucht das umgebende Glas in höchstem Maße. Deshalb können Bohrungen nur in speziell bearbeiteten Scheiben ausgeführt werden. Es handelt sich dabei um thermisch vorgespannte Scheiben (ESG, TVG). Die Bohrung wird vorgenommen, bevor das Glas entsprechend thermisch vorgespannt weiterverarbeitet wird. In der Regel werden zylindrische und konische Bohrlöcher gesetzt. Die Kanten erhalten einen entsprechenden Schliff, damit die Vorspannung gleichmäßig im Bohrungsbereich entsteht. Als Faustregel gilt, dass eine Bohrung nicht kleiner sein darf, als das Glas dick ist. Größere Bohrlöcher lassen sich im Vorspannprozess präzise anblasen, was bei zu kleinen Bohrlöchern nicht möglich ist.
Zum Einsatz kommen entweder die Wasserstrahlmethode oder das Diamantbohrverfahren. Die Schnitte werden per CNC (Computer Numerical Control) durchgeführt.
Eck- und Randausschnitte, Rundecken
Rundecken, Eckausschnitte und Randausschnitte lassen sich mit verschiedenen Methoden herstellen. Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, nämlich das Schneiden mit einem Schneidrad oder Diamanten, das Wasserstrahlverfahren und die Laserglas Schneidetechnologie.






