Japanische Forscher sind dabei, Handys zu entwickeln, die eigentlich gar keine sind. Die so genannten FingerWhisper bestehen nur aus einer Art Armband und dem eigenen Zeigefinger. Wenn ein Anruf eingeht, fängt das Armband an zu vibrieren – und schon kommen Daumen und Zeigefinger zum Einsatz: Um den Anruf anzunehmen, muss man die beiden Finger zunächst kurz zusammenbringen und anschließend den Zeigefinger ins Ohr stecken, um das Gegenüber zu hören.
Dabei wird die Stimme des Anrufers in mechanische Schwingungen umgewandelt, die wiederum auf das Gewebe und die Handknochen übertragen werden. Dadurch werden die Vibrationen in die Fingerspitze und dann auf den Hörkanal geleitet. So kann man seinen Anrufer verstehen und sich mit ihm über ein Mikrofon unterhalten, das im Armband eingebaut ist. Auch um das Gespräch zu beenden, werden Daumen und Zeigefinger zusammengebracht. Das Wählen einer Nummer erfolgt per Sprache. Kaum zu glauben, aber die ersten Mobiltelefone, die auf diese kuriose Weise funktionieren, will das japanische Unternehmen NTT DoCoMo schon im Jahr 2005 auf den Markt bringen.
Ralf Butscher





