von KURT DE SWAAF
Baumleichen, soweit das Auge reicht, und dazwischen struppiges Gras. Die meisten Stämme liegen wild durcheinander auf dem Boden verstreut, manche aber stehen noch. Es seien allesamt tote Waldkiefern, erklärt die Biologin Antje Bischoff. 2019 wurden sie von einem Waldbrand dahingerafft. „Nach zwei, drei Jahren fangen die dann an, umzufallen.“ Der weitere Zerfall wird lange dauern. Bakterien, Pilze und ganze Heerscharen von Kleingetier zersetzen das Holz, damit alles wieder in die Kreisläufe der Natur gelangt. Dass Letztere auf dieser Brandstätte freie Hand hat, sei allerdings keine Selbstverständlichkeit, wie Bischoff erläutert. Das Areal in Südbrandenburg nahe der Kleinstadt Jüterbog ist im Besitz der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, für die Bischoff arbeitet. Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde 1999 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Brandfläche bleibe unaufgeräumt, damit ökologisch essenzielle Vorgänge ungestört ablaufen können. „Wir haben hier Prozessschutz“, betont Bischoff.





