Vom Werk zur Baustelle: Bei einem Fertighaus sitzt jeder Handgriff
Bei einem Fertighaus in Holz-Tafelbauweise wird im Werk zunächst ein Riegel- oder Ständerwerk aus getrockneten und exakt zugeschnittenen Holzbalken zusammengesetzt. Im Inneren werden einzelne Kammern mit sogenannten Stielen voneinander getrennt. Dann wird das Ständerwerk mit Holzwerkstoffplatten einseitig verschlossen und die einzelnen Kammern werden mit hochwertigen Dämmmaterialien wie geprüften Holz-Weichfaserplatten gefüllt. Bei einer Außenwand werden je nach Detailplanung des Fertighauses Flächen für Fenster oder Türen ausgespart, um diese schon kurz darauf ebenfalls einzubauen. Auch werden Leitungskanäle für Strom, Wasser, Heizung oder Lüftung integriert, ehe die Bauelemente dann auch von der zweiten Seite verschlossen werden. Noch bevor die Wandelemente schließlich das Werk verlassen, erhalten sie den Grundputz und wenn gewünscht verzierende Fassadenelemente wie Holzlamellen. Zudem kommt auf der Außenseite der modernen Fertighaus-Wand ein Wärmedämmverbundsystem mit zusätzlicher Dämmung zum Einsatz. Dies trägt zur vorbildlichen Energieeffizienz von Fertighäusern bei. Insgesamt bietet die Vorfertigung von Fertighäusern den entscheidenden Vorteil, dass der Hausbau größtenteils witterungsunabhängig und damit termingenau und planungssicher sowie mit höchster industrieller Routine und Präzision vonstattengeht. Kein Wunder also, dass die Montage des Rohbaus auf der Baustelle dann nur noch zwei Werktage dauert.
Schlüsselfertig oder ein Fertighaus mit Muskelhypothek?
Unzählige Stunden haben die Baufamilie und ihr persönlicher Fachberater über dem Plan für das individuelle Traumhaus gebrütet. Die Erfahrungen des Experten sind ebenso eingeflossen wie die unzähligen Eindrücke, die die Familie in diversen Musterhäusern gesammelt hat. Während das Fertighaus nun auf dem Grundstück der Baufamilie entsteht, nehmen all die Gedanken und Planungen, die über Monate in das Bauprojekt geflossen sind, in Windeseile sichtbare Formen an. Nicht nur die Nachbarn, sondern auch die Baufamilie fühlt sich in dieser Phase häufig wie im Zeitraffer. Endlich wird das Traumhaus Wirklichkeit. Dabei muss der Bauherr selbst gar nicht viel Zeit auf der Baustelle verbringen: Bei den Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF) werden alle Arbeiten von qualitätsgeprüften Hausherstellern und deren langjährigen Subunternehmern durchgeführt.
Wer eine schlüsselfertige Bauausführung in Auftrag gibt, erfährt den höchsten Komfort und muss bis zum Einzug keine oder fast keine Leistungen erbringen. Wer sich für ein Ausbauhaus entscheidet, übernimmt einige Arbeiten wie etwa weite Teile des Innenausbaus selbst. Dies bedeutet zwar vergleichsweise weniger Komfort, aber auch geringere Ausgaben für Fremdleistungen. Man spricht hierbei auch von der sogenannten Muskelhypothek. In jedem Fall sollten die handwerklichen Fähigkeiten beim Einbringen von Eigenleistungen nicht überschätzt werden, damit die anvisierte Kostenersparnis nicht zum Bumerang wird und letztendlich sogar höhere Ausgaben entstehen. Der Innenausbau beginnt direkt nach dem Errichten des rohen Fertighauses. Dank der hohen Planungssicherheit der Fertigbauweise sind die weiteren Arbeitsschritte terminlich und organisatorisch sehr gut planbar.





