“Dieses System sollte eine gute Marktchance haben”, so Spieker gegenüber der Nachrichtenagentur ddp. Erste Anwendungen sieht der Technikexperte vor allem in der Medizin und Technik und bei Computerspielen. Die beiden Entwickler, die aus beruflichen Gründen noch nicht öffentlich namentlich genannt werden wollen, haben ihr System mit Unterstützung der Fraunhofer-Gesellschaft bereits patentiert. Ein Prototyp des Monitors wird auf der Hannover-Messe vom 15. bis zum 20. April zu sehen sein.
Dreidimensionales Fernsehen ohne lästige Pappbrille ermöglicht ein neues System, das zwei deutsche Forscher mit Unterstützung der Fraunhofer-Gesellschaft in München entwickelt haben. Dabei erscheinen in extrem schneller Folge perspektivisch unterschiedliche Ansichten desselben Motivs auf dem Bildschirm. Die Auswahl und die zeitliche Abfolge dieser Ansichten werden von einem Computer so geschickt gesteuert, dass für den Betrachter ein räumliches Bild entsteht.
Räumlich darstellen kann das System natürlich nur Filmsequenzen, die mit speziellen Systemen auch dreidimensional aufgenommen wurden. Möglich sind jedoch auch ganz oder teilweise vom Computer berechnete Szenen, berichtet Peter Spieker von der Fraunhofer-Patentstelle. Dabei verwendet der Rechner so genannte Stützstellen ? Eckpunkte, zwischen denen er die fehlenden Daten hochrechnet.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





