Bewohner in Räumen mit Teppichen sollten bei trockenem Wetter aufpassen, wenn sie leitende Armaturen oder eine Türklinke berühren: Unerwartet kann sie ein leichter aber unangenehmer elektrischer Schlag treffen. Fliegen haben durchaus ein ähnliches Problem, was englische Forscher auf eine Idee brachte, wie sie den Tieren das Leben schwer machen könnten: Mit ihrer neuen Fliegenfalle, die die sogenannte Elektrostatik der Tiere nutzt, wollen die Wissenschaftler fortan Gifte einsparen, berichtet das Londoner Wissenschafsmagazin New Scientist (9. Febr., S. 19).
Daniel McGonigle und Chris Jackson von der Universität Southampton locken mit Pheromonen – erotischen Duftstoffen – Fliegen auf einen Plastiksteg. Laufen die Tiere über den Steg, laden sie sich positiv auf – ähnlich wie ein Mensch, der über einen Teppich geht. Neben der Plastikunterlage befindet sich ein Behälter mit einem für Fliegen tödlichen Pilz. Der Pilz, Metarhizium anisopliae, ist natürlicherweise negativ geladen, weshalb er unwiderstehlich von den Fliegen auf dem Steg angezogen wird. Nach etwa zehn Tagen erliegt die Fliege der Infektion mit dem Pilz und hatte in der Zwischenzeit viel Zeit, den Fliegenschädling auch an Artgenossen zu verteilen, erklären die Forscher.
ddp/bdw – Andreas Wawrzinek





