von TIM SCHRÖDER
Als im März 2022 ein Video des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski im Internet auftauchte, war die Aufregung groß. Der Präsident forderte seine Soldaten auf, die Waffen niederzulegen und sich den russischen Angreifern zu ergeben. Schnell war klar, dass es sich um ein gefälschtes Video handelte – um einen sogenannten Deepfake. Selenski konterte prompt und stellte ein eigenes Video ins Internet, in dem er souverän lächelnd versicherte, dass an Aufgabe nicht zu denken sei. Dennoch überschlugen sich die Medien geradezu: Eine neue Dimension sei erreicht, was das Fälschen von Bildern und Videos angehe – vor allem in politischer Hinsicht.





