Die neue Technologie, englisch als “Drive-by-Wire” bezeichnet, ist in der Flugzeugindustrie bereits seit vielen Jahren im Einsatz und bietet nach Ansicht der Münchner Ingenieure auch für Autos erhebliche Vorteile: Sie erlaubt, die Lenkmanöver des Fahrers von den tatsächlichen Bewegungen des Autos trennen und – falls notwendig – zu korrigieren.
Im Gegensatz zum festgelegten Übersetzungsverhältnis bei der mechanischen Lenkung, durch das Lenkbefehle immer gleich stark übertragen werden, kann das elektronische System ausgleichend tätig werden. So könnte das Ein- und Ausparken künftig einfacher werden, da das System den dazu benötigten Lenkradeinschlag mit wachsendem Einschlagwinkel kräftiger übersetzt. Um die Räder voll einzuschlagen, müßte der Fahrer mit seinen Händen am Steuerrad nicht mehr umgreifen.
Hindernissen könnte besser ausgewichen werden, da spontane Lenkbewegungen des Fahrers vom System angemessen umgesetzt werden. Um ungewollte Lenkbewegungen bei hohen Geschwindigkeiten zu verhindern, ist für Fahrten in der Stadt oder auf Landstraßen eine direktere Lenkübersetzung geplant als wie für Autobahnen.
Im Hinblick auf die Konstruktion von Flugzeugen, die mit Sticks gesteuert werden, denken die Ingenieure inzwischen auch über Alternativen für Lenkrad, Gas- und Bremspedal und Schaltung nach.





