Bundestagsabgeordnete sind auf Facebook bei Weitem nicht so präsent wie amerikanische Politiker. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Die Untersuchung hatte das Facebook-Engagement der 632 Bundestagsabgeordneten und 544 US-Kongressabgeordneten in der wahlkampffreien Zeit zwischen dem 21. November und dem 4. Dezember 2011 miteinander verglichen.
Während die Amerikaner mit über 98 Prozent in dem sozialen Netzwerk vertreten sind, findet man nur 74 Prozent ihrer deutschen Kollegen darin. Außerdem kommunizieren die Kongressabgeordneten weitaus häufiger und tauschen sich aktiver mit den Wählern aus. Dabei geben sie auch mehr Persönliches preis als die Bundestagsabgeordneten.
Studienleiter Helmut Scherer deutet das so: „Die Differenzen spiegeln die unterschiedlichen politischen Systeme wider. Amerikanische Politiker sind stärker auf die finanzielle Unterstützung ihrer Wähler angewiesen und müssen sich deshalb viel differenzierter politisch profilieren. In Deutschland übernehmen die Parteien dagegen die Finanzierung des Wahlkampfs.”





