Der Materialwissenschaftler Wulff Possart von der Universität Saarbrücken ist für seine Klebstoff-Forschung als erster Deutscher mit dem „Award for Excellence in Adhesion Science” geehrt worden. Der US-Preis ist zwar undotiert, gilt aber als eine der renommiertesten Auszeichnungen in der Klebstoff-Forschung. Vergeben wird er von der weltweit führenden Forschervereinigung auf diesem Gebiet, der Adhesion Society of America.
Possarts Arbeit hat entscheidend dazu beigetragen, geklebte Metalle und Kunststoffe haltbarer und stabiler zu machen. „Wir erforschen die grundlegenden Mechanismen einer Haftung” erklärt er, „und versuchen vorherzusagen, wie lange diese halten wird.” Dies ist wichtig für den Bau von Autos und Flugzeugen, da in der Fertigung immer mehr dazu übergangen wird, die verschiedenen Teile miteinander zu verkleben. Ein Auto beispielsweise enthält heutzutage 15 bis 20 Kilogramm Klebstoff. Experten schätzen, dass es inzwischen rund 250 000 verschiedene Klebstoffmischungen gibt, da für jede Anwendung eine andere Zusammensetzung benötigt wird.





