Zwar reicht die Festigkeit dieses Nanogarns, das prinzipiell Längen von Zentimetern erreichen kann, noch nicht an die einer herkömmlichen Kohlefaser heran, doch dieses Problem könnte mit einer Methode, entwickelt von Forschern der Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne, gelöst werden. Die Arbeitsgruppe um Laszlo Forro schweißte einzelne Röhrchen fester als jemals zuvor zu einer kompakten Faser zusammen. Im Fachblatt “Nature Materials” beschrieben die Wissenschaftler vor Kurzem, wie sie ganze Bündel einwandiger Röhrchen mithilfe schneller, energiereicher Elektronen, wie sie der Spitze eines Elektronenmikroskops entspringen, miteinander verbanden.
Angeregt durch die Elektronen brachen an vielen Stellen chemische Bindungen erst auf, um dann neue, festere Brücken mit den Kohlenstoff-Atomen der benachbarten Röhrchen zu bilden. Diese kovalenten Bindungen verhindern sehr viel effektiver als die zuvor wirkenden schwachen van-der-Waals-Kräfte, dass die Röhrchen aneinander entlanggleiten. Mit diesen Ergebnissen scheint es wahrscheinlich, dass Fasern aus Nanoröhrchen den zweiten potenziellen Markt dieses neuen Werkstoffs neben den Verbundwerkstoffen eröffnen werden.





