Das stäbchenförmige Bakterium ist wohl der am meisten verbreitete Organismus in den Laboren dieser Welt – und auch der am einfachsten gebaute: Sein Genom umfasst nur 4,6 Millionen Basenpaare, das ist nicht einmal ein Siebenhundertstel der Zahl beim Menschen. Das ursprüngliche Habitat des meist nur kurz E. coli genannten Bakteriums ist der Darm von Mensch und Tier. E. coli muss im Labor immer dann ran, wenn es DNA zu vervielfältigen oder Proteine in großen Mengen herzustellen gilt. Dabei hilft, dass sich die Einzeller unter Laborbedingungen etwa alle 20 Minuten teilen. Doch sie sind nicht nur Werkzeug, sondern auch Forschungsgegenstand: An ihnen sind grundlegende genetische Mechanismen wie die Verdoppelung der DNA oder der Weg vom Erbgut zum Protein erstmals beobachtet worden.





