Die angeblich weltweit erste Anlage zur vollautomatischen Aufbereitung von Altpapier hat die Entsorgungsfirma Trienekens am Dienstag in Köln der Öffentlichkeit vorgestellt. Die 25 Millionen Mark teure Papiersortieranlage wird mit einem Materialdurchsatz von zwölf Tonnen pro Stunde von 25 Mitarbeitern im Drei-Schichten-Verfahren gefahren. Die Jahreskapazität wird mit 65.000 Tonnen angegeben. In der Anlage werden Papiermischungen aus der Kölner Haushaltssammlung (“blaue Tonne”) eingesetzt.
Mit der Anlage kann so genannte De-Inking-Ware – ein in der Papierindustrie gefragter Sekundärrohstoff aus Zeitungen und Illustrierten – mit einem Störstoffanteil von weniger als 2,5 Prozent produziert werden. Aus De-Inking-Material lassen sich nach einer Entfärbung Zeitungspapier und grafische Papiere herstellen. Nach Anghaben der Firma Trienekens interessieren sich inzwischen Industrieunternehmen vor allem aus Europa, Südostasien und Amerika für das Verfahren.
Bisher wurde Altpapier manuell sortiert, wobei bis zu 20 Prozent des hochwertigen De-Inking-Materials verloren ging. Die Verlustquote bei dem neuen Verfahren, das verschiedene Papiergewichte durch Luftströme trennt, liegt bei maximal vier Prozent.
dpa





