In Kinofilmen und Fernsehkrimis ist es ein gewohntes Bild, aber auch in der Realität kommt es immer wieder vor: Kriminelle versuchen sich in halsbrecherischen Verfolgungsjagden dem Zugriff der Polizei zu entziehen und gefährden dabei unbeteiligte Verkehrsteilnehmer. Bisher können die Ordnungshüter diese Raser nur durch Straßensperren oder das Auslegen von Metallkrallen, die die Reifen aufschlitzen, stoppen. Der amerikanische Physiker David Giri, der bis vor kurzem an der University of California in Berkeley lehrte, hat jetzt ein Gerät entwickelt, mit dem die Elektronik eines Autos außer Gefecht gesetzt werden kann, sodass es anhalten muss.
Das System passt in den Kofferraum eines Pkw und besteht aus einer Batterie und mehreren Kondensatoren, die elektrische Ladung speichern können. Auf Knopfdruck wird ein Stromstoß in eine Antenne auf dem Dach geleitet, die dann einen gezielten Strahl starker Radiowellen auf das flüchtende Fahrzeug abschießt. Wenn die Wellen auf dessen Elektronik treffen, legt das Zündung und Kraftstoffeinspritzung lahm. Der Elektroschocker hat eine Reichweite von etwa 50 Metern und funktioniert bei den meisten Autos, die nicht älter als zehn Jahre sind. In den USA und in Großbritannien wollen die Behörden das Gerät noch in diesem Jahr testen.





