Manager haben viele wichtige Besprechungen. Obwohl sie darin oft weitreichende Vereinbarungen treffen, zeigt die Erfahrung, dass einige dieser Beschlüsse auch wieder vergessen oder in künftigen Besprechungen nicht mehr beachtet werden. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Abhilfe schaffen könnte eine Art ständiger und unbestechlicher Konferenzlauscher. Dieser müsste immer dann, wenn ein Thema neu diskutiert wird, obwohl es dazu schon Beschllüsse gibt, etwa sagen: “Halt! Hierüber wurde bereits am 12.2.01 mit folgendem Ergebnis diskutiert.” Genau solch ein Instrumentarium wird gerade an den Universitäten Staffordshire und Lancaster entwickelt.
Für die Entwicklung dieses auf Künstlicher-Intelligenz-Technologie beruhenden Geräts haben die beiden Universitäten von dem “Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC)” umgerechnet fast 1,2 Millionen Euro erhalten.
Das Instrumentarium wird im wesentlichen aus einem Laptop bestehen, führt Albert Alderson von der Staffordhire University?s School of Computing?s Information Systems Group aus. Der Laptop wird in den Besprechungen von jeweils der Person benutzt, die sich gerade zu dem fraglichen Thema äußert. Anders als ein gewöhnlicher Computer wird der Rechner zusätzlich mit einem Grafik-Pad und einer Handschrifterkennungssoftware ausgestattet.
Zeichnungen und Skizzen, die zu einer mündlichen Ausführung gemacht werden, können gleich eingegeben und mitgespeichert werden. Außerdem soll der Laptop mit einer Spracherkennungssoftware ausgerüstet sein sowie mit einer speziellen Software, die auch Texte und Skizzen erkennt, die auf eine weiße Tafel im Büroraum geschrieben werden.
Das auf dem Laptop zusammengestellte System wird vernetzt mit größeren Rechnern, die alle in den Besprechungen gesammelten Daten speichern. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass der Laptop sich zuverlässig und von sich aus “zu Wort meldet” und auf Grund der gespeicherten Daten an Beschlüsse vergangener Konferenzen erinnern kann.
Doris Marszk





