„Eine automatische Maschine, die dem Aussehen des Menschen nachgebildet ist oder die Funktionen des Menschen ganz oder teilweise übernimmt” – so umschreibt der Brockhaus einen Roboter. Bei klinischen Anwendungen nimmt man es mit dieser Definition nicht ganz so genau. Zur Kategorie der Medizinroboter werden Laborroboter, die parallel Hunderte von Labortests erledigen, ebenso gezählt wie mobile Automaten, die Patienten mit Essen und Arznei versorgen, sowie hoch komplexe Geräte zur Unterstützung des Chirurgen bei einer Operation. Bei den Chirurgierobotern wiederum lassen sich autonom arbeitende Geräte von Systemen unterscheiden, die dem Operateur bei einem Eingriff lediglich assistieren. Autonome Roboter werden beispielsweise zum Einpassen von Hüft- oder Kniegelenk-Prothesen eingesetzt, wo sie die Operationsschritte selbstständig nach einem programmierten Ablauf verrichten. Systeme, die etwa bei Eingriffen im Bauchraum oder am Herzen verwendet werden, arbeiten dagegen per Fernsteuerung durch den Chirurgen. Sie dienen als dessen „verlängerter Arm”, indem sie seine Bewegungen an einem Steuerpult mit hoher Präzision im Operationsbereich am Patienten ausführen.





