Wenn man geht, interagieren die Füße stets in folgender Reihenfolge mit dem Boden: Zuerst trifft die Ferse auf, dann rollt der Fuß nach vorn, von wo aus man sich dann mit dem Ballen und den Zehen abdrückt. Dieses Grundsystem nutzen alle Menschen, doch es gibt dabei feine Unterschiede, die sich mit moderner Technik erfassen lassen: Die Forscher nutzten dafür ein sogenanntes ?Plantar Pressure Imaging? (PPI) System. Es handelt sich dabei um eine Platte, in die Hunderte kleine Drucksensoren eingebaut sind. Wenn ein Mensch darüber läuft, senden sie Informationen an einen Computer, der dann ein Druckmuster des Fußes erzeugen und archivieren kann. Aus welcher Richtung ein Mensch über das PPI läuft, spielt keine Rolle bei der Erfassung des Fuß-Druckmusters, denn dieser Störfaktor lässt sich mit moderner Software einfach beseitigen, sagen die Forscher.
Mit einem PPI-System und einer darauf abgestimmten Computersoftware konnten sie nun zeigen, dass es möglich ist, Personen anhand ihres gespeicherten Profils eindeutig zu identifizieren, wenn sie erneut über den Scanner laufen. Damit sich die Technik tatsächlich in praktische Sicherheitssysteme integrieren lässt, müssen die Wissenschaftler allerdings noch eine Herausforderung bewältigen: Ihr bisheriger Erfolg bei der Identifikation beruht auf barfüßigen Testläufern ? das System sollte sich also auch noch bei Schuhträgern bewähren. Dabei wird es nicht einfach sein, eine Person zu identifizieren, die beispielsweise einmal hochhackige Sandalen trägt und beim nächsten Mal Turnschuhe, räumen die Forscher ein.




