Im vergangenen Jahr heimsten Sie den mit 500000 Mark dotierten Zukunftspreis des Bundespräsidenten ein: Prof. Peter Gruss und Prof. Herbert Jäckle vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Die Auszeichnung erhielten sie für ihre Einsichten in molekulare Schaltprozesse bei der Embryonalentwicklung. „Mit dem Preis ging ein Ruck durch die Mannschaft”, sagt Jäckle. Für noch mehr Motivation der Mitarbeiter am Institut stiften Gruss und Jäckle aus dem Preisgeld nun zwei neue Preise. Einer ist für Nachwuchsforscher wie Doktoranden oder Postdocs gedacht und wird für die beste wissenschaftliche Arbeit vergeben. Mit dem zweiten Preis betreten Gruss und Jäckle Neuland: Er soll Mitarbeiter aus dem nichtwissenschaftlichen Bereich – Laborassistenten, Verwaltungsangestellte, Techniker – auszeichnen. „Arbeitseinsatz an Wochenenden, eine gute Idee – wenn man die Augen offenhält, findet man auch hier außergewöhnliche Leistungen”, stellt Jäckle fest. Den Mitarbeitern, die sonst im Schatten stehen, soll signalisiert werden: „Leistung lohnt sich.” Wie hoch die Preise dotiert sind, steht noch nicht fest. Da vertrauen Gruss und Jäckle auf den Rat der Max-Planck-Gesellschaft. „Es werden wohl ein paar tausend Mark pro Jahr und Preis sein”, schätzt Gruss.
Peter Gruss / Herbert Jäckle / Bernd Müller





