von THERESA KÜCHLE
Ein Stückchen Klebeband und ein Graphitblock – das reicht aus, um ein Material aus einer einzigen Lage Kohlenstoff-Atome herzustellen: Graphen (Betonung auf „en“), das etwa ein 10.000stel so dünn ist wie ein menschliches Haar. Verblüffend einfach, doch die Entdeckung und Charakterisierung des Materials an der britischen University of Manchester im Jahr 2004 löste einen Forschungshype aus und brachte den Physikern Andre Geim und Konstantin Novoselov nur sechs Jahre später den Nobelpreis. Inzwischen gibt es Hunderte ähnlich dünner Materialien, von denen etliche auf dem Weg von der Grundlagenforschung in den Alltag sind.





